Georges Simenon: Mit Groschenromanen zur Unsterblichkeit

"Adjektive brauchte er nur, wenn sie unvermeidlich waren. Abstrakte Begriffe fürchtete er wie der Teufel das Weihwasser, weil sie den Leser verwirren." Georges Simenon: "Ich habe sie vermieden und nur mots-matière verwendet; Tisch, Stuhl, ein Baum. Jeder weiß, was das ist. Ich kannte die Namen aller exotischen Pflanzen, die ich auf meinen Weltreisen sah - ich habe sie nie erwähnt."

Jürg Altweg: "Um das Schreiben zu lernen, hatte der Autodidakt Groschenromane gelesen - ihre Autoren, glaubte er, beherrschten die Regeln des Erfolgs und der perfekten Dramaturgie am besten. Unter wechselnden Pseudonymen schrieb er hunderte Fortsetzungs- und Illustriertenromane."

aus: Jürg Altweg "Er hat dem Leben mehr gegeben als genommen - Frankfurter Allgemeine Zeitung zum 100. Geburtstag von Georges Simenon