Elisa Shua Dusapin: "Ich hatte nie den Gedanken, Schriftstellerin zu werden."

Aber: "Schreiben war auch ein Versuch, zu verstehen, was in mir vorging, es abzuwerfen." So entstand ihr erster Roman "Ein Winter in Sokcho", der im vorigen Jahr verfilmt wurde. "Obwohl Buch und Film nicht autobiografisch sind, fühlt es sich beinahe obszön an, dass die Zuschauer die Gedankenwelt meines 17jährigen Ichs auf der Leinwand sehen.", empfindet die Schriftstellerin

Inzwischen hat Elisa Shua Dusapin weitere Romane geschrieben, die auch in Deutsch erschienen sind. "Die Pachinko-Kugeln", "Damals waren wir unzertrennlich" und "Vladivostok Circus". Und das obwohl sie sagt: "In meinen Büchern passiert beinahe nichts. Fast alles geschieht im Inneren der Figuren." "Ich denke nicht, dass meine persönliche Geschichte interessant genug ist."

aus "Das schmerzhafte Gefühl, dass es keine Ort gibt, an dem ich mich zugehörig fühle" von Leonie C. Wagner - Neue Zürcher Zeitung 7.2.2026