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	<title>Tieger-Blog Gerhild Tieger Autorenhaus Verlag</title>
	<link>http://www.autorinnen.de</link>
	<description>Einladung an meine Leser</description>
	<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 16:46:21 +0000</pubDate>
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	<language>de</language>
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		<title>PD James: was das mordopfer &#8220;danach&#8221; fühlt</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 13:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Thomas David fragt die Baroness James of Holland anlässlich des erscheinens ihres neunzehnten kriminalromans:
Können Sie sich ein Bild dessen machen, was T.S. Eliot in seinem Gedicht &#8220;Die hohlen Männer&#8221; als &#8216;Traumreich des Todes&#8217; bezeichnet?
&#8220;Nein, so weit würde ich niemals gehen. Ich kann in meinen Romanen nur den Augenblick beschreiben, in dem das Opfer nichts anderes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas David fragt die Baroness James of Holland anlässlich des erscheinens ihres neunzehnten kriminalromans:</p>
<p><em>Können Sie sich ein Bild dessen machen, was T.S. Eliot in seinem Gedicht &#8220;Die hohlen Männer&#8221; als &#8216;Traumreich des Todes&#8217; bezeichnet?</em></p>
<p>&#8220;Nein, so weit würde ich niemals gehen. Ich kann in meinen Romanen nur den Augenblick beschreiben, in dem das Opfer nichts anderes mehr spürt, in dem das Herz zu schlagen aufhört und es klinisch tot ist. Alles, was danach kommt, können wir nicht wissen, und wir können nicht in Bereiche vordringen, die sich unserer Vorstellung entziehen. Ich weiß, dass es Autoren gibt, die dies versuchen und ein Leben nach dem Tod und diese andere Sphäre der Realität beschreiben. Aber in einem Detektivroman kann ich nach dem Mord nur von dem erzählen, was der Tod für die Hinterbliebenen bedeutet und für diejenigen, die im Einflussbereich des Mordes stehen. Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei dem Detektivroman um ein sehr rationales Genre handelt.&#8221;<br />
&#8220;Ein makelloser Tod&#8221; ist im verlag Droemer/Knaur erschienen</p>
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		<title>Truman Capote antwortet</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 13:09:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Zunächst glaube ich, dass die meisten Schriftsteller, sogar die besten, beim Schreiben zuviel hineinpacken. Ich selbst ziehe es vor, in dieser Hinsicht zu untertreiben. Schlicht und klar wie ein Gebirgsbach. Doch ich hatte das Gefühl, dass mein Stil zu schwerfällig wurde, dass ich drei Seiten brauchte, um die Wirkung zu erzielen, die ich mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Zunächst glaube ich, dass die meisten Schriftsteller, sogar die besten, beim Schreiben zuviel hineinpacken. Ich selbst ziehe es vor, in dieser Hinsicht zu untertreiben. Schlicht und klar wie ein Gebirgsbach. Doch ich hatte das Gefühl, dass mein Stil zu schwerfällig wurde, dass ich drei Seiten brauchte, um die Wirkung zu erzielen, die ich mit einem einzigen Absatz hätte erreichen sollen. Immer wieder las ich alles durch, was ich geschrieben hatte, und mir kamen allmählich Zweifel (&#8230;). Ich las &#8220;Kaltblütig&#8221; noch einmal durch und machte dieselbe Erfahrung. Da wimmelte es von Stellen, an denen ich nicht so gut geschrieben hatte, wie ich es wirklich konnte, an denen ich nicht alles gegeben hatte, was mir zur Verfügung stand. Langsam, jedoch mit zunehmender Beunruhigung, las ich jedes Wort, das ich jemals veröffentlicht hatte, und kam zu der Einsicht, dass ich niemals in meinem ganzen Schriftstellerleben die volle Energie, den vollen ästhetischen Reiz des Materials komplett erschlossen hatte. Selbst wenn das Ergebnis gut war, erkannte ich, dass ich niemals mehr als die Hälfte, manchmal auch nur ein Drittel meines Talents eingesetzt hatte. Warum?&#8221; </p>
<p>Die ANTWORT nach Monaten des Nachdenkens war einfach, aber nicht sehr zufriedenstellend. Auf jeden Fall war sie nicht geeignet, mich aus meiner Depression zu entlassen; im Gegenteil, sie verschlimmerte sie noch. </p>
<p>Denn diese Antwort schuf ein scheinbar unlösbares Problem, und wenn ich das nicht lösen konnte, dann konnte ich auch gleich aufhören zu schreiben. Das Problem lautete: Wie kann ein Autor in einer einzigen literarischen Form – sagen wir, in einer Kurzgeschichte – alles vereinigen, was er über sämtliche anderen literarischen Formen weiß? Denn das war es, warum es meiner Arbeit häufig an Glanz mangelte; die elektrische Spannung war da, weil ich mich jedoch auf die Techniken derjenigen literarischen Form beschränkte, in der ich arbeitete, brachte ich nicht alles ein, was ich vom Schreiben verstand – alles, was ich aus Drehbüchern, Theaterstücken, Reportagen, Gedichten, Kurzgeschichten, Novellen und Romanen gelernt hatte.<br />
zitat aus: &#8220;Erhörte Gebete&#8221;, Kein &#038; Aber Verlag Zürich</p>
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		<title>Siri Hustvedt: Die zitternde Frau</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 13:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[die schriftstellerin hatte sich gut vorbereitt für ihre ansprache zur gedenkfeier für ihren vater an der University of Minnesota. während des vortrags begann sie plötzlich ohne vorherige anzeichen am ganzen körper zu zittern, &#8220;Arme und Beine gerieten völlig außer Kontrolle&#8221;. weder neurologen noch nader ärzte fanden eine erklärung für dieses phänomen, das sich seither wiederholt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>die schriftstellerin hatte sich gut vorbereitt für ihre ansprache zur gedenkfeier für ihren vater an der University of Minnesota. während des vortrags begann sie plötzlich ohne vorherige anzeichen am ganzen körper zu zittern, &#8220;Arme und Beine gerieten völlig außer Kontrolle&#8221;. weder neurologen noch nader ärzte fanden eine erklärung für dieses phänomen, das sich seither wiederholt. Sandra Kegel im interview mit der schriftstellerin fragt:</p>
<p><em>War das Buch auch eine Art Therapie?</em></p>
<p>&#8220;Das Erzählen ist ein Weg, die Krankheit und den Schmerz zu beherrschen, nicht aber zu heilen. Das Sprechen und Schreiben darüber hilft.n Ich durchdringe mein Leiden auf neurologischer und psychologischer Ebene, und das Buch reflektiert diesen Vorgang. Doch die Krankheit ist nicht überwunden. Und auch da ist die Perspektive enscheidend. Denn es gibt in der Wissenschaft Hinweise darauf, dass es die reine, also biologische Empfindung von Schmerz gar nicht gibt, sondern sie von der Persönlichkeit des Erkrankten abhängt. Gerade bei chronischen Erkrankungen ist die Art und Weise, wie man sie persönlich wahrnimmt, entscheidnend für den Verlauf. Bei einer Grippe kehrt man schnell zu demjenigen zurück, der man glaubt zu sein. Eine chronische Krankheit kann man nur annehmen oder verdrängen. Deshalb lautet der letzte Satz in meinem Buch: &#8220;Ich bin die zitternde Frau.&#8221; Das bedeutet, dass ich die Krankheit angenommen habe. Und zwar nicht als Fremdling sondern als Teil von mir.&#8221;<br />
Die zitternde Frau. Eine Geschichte meiner Nerven. erscheint bei Rowohlt</p>
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		<title>Beim Lesen zum Mörder werden</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 12:14:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Autorenbrief]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Autorinnen und Autoren,
im Zusammenhang mit der Plagiatsdiskussion um die siebzehnjährige Helene Hegemann mit ihrem Buch &#8220;Axolotl Roadkill&#8221; und ihren geistigen Organspendern, dem Blogger Airen wie auch anderen inzwischen gelisteten Beliehenen, kam die Frage auf, wo beim Schreiben in der Manier der &#8220;copy &#038; paste&#8221;-Methode die Originalität bleibt, was also als eigene schöpferische Arbeit nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Autorinnen und Autoren,</p>
<p>im Zusammenhang mit der Plagiatsdiskussion um die siebzehnjährige Helene Hegemann mit ihrem Buch &#8220;Axolotl Roadkill&#8221; und ihren geistigen Organspendern, dem Blogger Airen wie auch anderen inzwischen gelisteten Beliehenen, kam die Frage auf, wo beim Schreiben in der Manier der &#8220;copy &#038; paste&#8221;-Methode die Originalität bleibt, was also als eigene schöpferische Arbeit nach so vielen fremden Anleihen übrig bleibt. </p>
<p>Stolz auf eine Würdigung seiner überzeugenden Hauptfigur kann Gerard Donovan sein, der eine begeisterte Rezension auf<br />
www.arte.tv/de/Bestenliste-2009-12/3048758.html<br />
zum Thema Glaubwürdigkeit erhielt. Sein Buch &#8220;Winter in Maine&#8221; hat einen ungewöhnlichen Charakter - einen Mann, dessen einzige Freunde sein Hund Hobbes und die 3282 Bücher seines Vaters sind. Wie reagiert er darauf als sie ihm genommen werden: &#8220;Morde aus der Sicht des Mörders zu schildern ist ein selten gelingendes Unterfangen. Gerard Donovan gelingt das so bravourös, dass man sich als Leser ständig auf der Seite des Mörders erwischt&#8221;, schreibt der Kritiker. </p>
<p>Lajos Egri bemerkt in seinem Klassiker &#8220;Literarisches Schreiben&#8221; dazu: &#8220;Eine Idee allein reicht nie für eine gute Story, eine starke Figur dagegen schon. &#8230; Jedes literarische Werk steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit seiner Figuren&#8230;. Den Schriftsteller interessiert vor allem, wie sich ein Mensch – eine dreidimensionale Figur – im wahren Leben verhält.&#8221; Heute ist die Neuauflage eingetroffen: Lajos Egri &#8220;Literarisches Schreiben. Starke Charaktere. Originelle Ideen. Überzeugende Handlung&#8221;, 208 Seiten, nur 14,90 Euro versandkostenfrei:<br />
www.autorenhaus-verlag.de/32.45.0.0.1.0.phtml</p>
<p>Bestsellerautor Larry Beinhart geht in seiner Anleitung &#8220;Crime - Kriminalromane und Thriller schreiben&#8221; darauf ein: &#8220;Charaktere, die den Leser in die Story hineinziehen, zu entwerfen gilt als wichtigste literarische Qualität. Neunzig Prozent davon ist nur eine Variation der erzählerischen Dynamik. Erklären Sie dem Leser, was Ihre Figur will, warum sie es will und warum es so verdammt wichtig für sie ist. Machen Sie dem Leser klar, dass sowohl Erfolg als auch Versagen einschneidende Konsequenzen haben. Dann zeigen Sie ihm, was Ihre Figur bereit ist zu tun, um das ersehnte Ziel zu erreichen. Und das schaffen Sie durch handwerkliches Können und harte Arbeit.&#8221; Die Neuauflage von &#8220;Crime - Kriminalromane &#038; Thriller schreiben&#8221; ist ebenfalls heute eingetroffen: 232 Seiten, 16,80 Euro versandkostenfrei:<br />
www.autorenhaus-verlag.de/47.80.0.0.1.0.phtml</p>
<p>Im Tieger-Blog offenbart Héctor Abad bereitwillig gravierende Schwächen und wie ihn &#8220;Ein Messer ohne Klinge, an dem ein Stiel fehlt&#8221; dennoch zum Schriftsteller macht und eine erfolgreiche Literaturagentin verrät, wie es ihr gelungen ist, selbst für unbekannte Schriftsteller einen Verlag zu interessieren:<br />
www.autorinnen.de</p>
<p>Wenn Sie Ihr Manuskript bei einer seriösen Literaturagentur unterbringen oder dem richtigen Verlag anbieten möchten: Im Jahrbuch für Autorinnen und Autoren 2010/2011 finden Sie dazu die aktuell recherchierten Adressen, mit Genre-Index und durch Fragebogen ermittelten Programme und Angaben zur Form der Manuskriptangebote. Dazu hunderte weiterer Adressen aus dem Literaturbetrieb, redaktionelle Beiträge zum Buchmarkt unmd zum Schreiben und Veröffentlichen. Jahrbuch für Autoren, Autorinnen 2010/2011, Hardcover, 800 Seiten, nur 29,90 Euro versandkostenfrei:<br />
www.autoren-jahrbuch.de</p>
<p>Mit herzlichen Grüßen<br />
Ihre<br />
Gerhild Tieger</p>
<p>Bitte besuchen Sie auch: www.edition-tieger.de</p>
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		<title>Héctor Abad: ein schlechtes gedächtnis führt auf die spur der worte</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/23/hector-abad-ein-schlechtes-gedachtnis-fuhrt-auf-die-spur-der-worte/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 18:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich habe keine Phantasie, ich habe ein schlechtes Gedächtnis. Ich schreibe mit Hilfe meiner Erinnerungen, aber da ich ein sehr schlechtes Gedächtnis habe, gebe ich beim Erzählen keine Tatsachen wieder, sondern eine verzerrte Darstellung dessen, was geschehen ist.  (&#8230;)
Wer diese ganz besondere Art von Grausamkeit erdulden muss - ein schlechtes Gedächtnis -, für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich habe keine Phantasie, ich habe ein schlechtes Gedächtnis. Ich schreibe mit Hilfe meiner Erinnerungen, aber da ich ein sehr schlechtes Gedächtnis habe, gebe ich beim Erzählen keine Tatsachen wieder, sondern eine verzerrte Darstellung dessen, was geschehen ist.  (&#8230;)<br />
Wer diese ganz besondere Art von Grausamkeit erdulden muss - ein schlechtes Gedächtnis -, für den ist die Vergangenheit fast genauso unwirklich wie die Zukunft. Blicke ich zurück und versuche mich an die Dinge zu erinnern, die ich erlebt habe, die Schritte, die mich hierher geführt haben, weiss ich niemals mit völliger Gewissheit, ob ich mich tatsächlich erinnere oder erfinde. Während wir die Dinge erleben, in der Zeit &#8216;dazwischen&#8217;, die wir als Gegenwart bezeichnen - mit all dem zerstörerischen Gewicht, das die unmittelbare Wirklichkeit besitzt -, kommt uns alles banal und beständig und fest vor, wie ein Tisch oder ein Hocker; indes die Zeit vergeht, brechen jedoch die Beine dieses Hockers, oder sie gehen verloren, die Sitzfläche biegt sich durch, die Rückenlehne verzieht sich, die Armstützen werden von Termiten zerfressen, bis die Dinge zuletzt so unwirklich sind wie jener Gegenstand, den Lichtenberg einmal so wunderbar bestimmt hat: &#8220;Ein Messer ohne Klinge, an welchem der Stiel fehlt.&#8221;<br />
Was ist das für ein Gegenstand? Ein Gegenstand, der nur in Wortgestalt existieren kann, etwas, was man nicht vorzeigen kann, was Sie jedoch mit Hilfe der Worte &#8220;Ein Messer ohne Klinge, an welchem der Stiel fehlt&#8221; sehen können. Genau das ist fast immer die Vergangenheit, etwas, was nicht mehr da ist und wovon uns nur die Spur der Worte bleibt. Was bereits geschehen ist und was erst noch geschehen wird, über beides kann ich in meinem Kopf blosse Vermutungen anstellen. Die autobiografischen Berichte, aus denen meine Bücher bestehen, sind von genau dieser gemischten Beschaffenheit: entweder die geduldige Wiederherstellung - mit Hilfe von Indizien - einer Vergangenheit, die nicht mehr genau erinnert wird, oder das Erstaunen angesichts einer Zukunft, die Angst oder Sehnsucht hervorruft, womöglich aber niemals eintreten wird.&#8221;<br />
von Héctor Abad erschien zuletzt ein buch über seinen ermordeten vater im Verlag Berenberg: Brief an einen Schatten. Eine Geschichte aus Kolumbien.</p>
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		<title>Carmen Balcells: literaturagentin als güterverwalterin von autoren</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 18:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Kalender]]></category>

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		<description><![CDATA[Brigitte Kramer im gespräch mit der erfolgreichen spanischen literaturagentin Carmen Balcells, die schriftsteller wie Roberto Bolano, Antonio Lobo Antunes, IsaelCarlos Fuentes, Gabriel Garcia Marquez, Mario Vargas Llosa, Juan Carlos Onetti berühmt gemacht hat.
Sie waren vierzig Jahr Literaturagentin. Worauf gründet Ihr Erfolg?
&#8220;Bei meinen Verhandlungen habe ich mir eine ziemlich unorthodoxe Methode zugelegt. Imer, wenn ein Verleger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Brigitte Kramer im gespräch mit der erfolgreichen spanischen literaturagentin Carmen Balcells, die schriftsteller wie Roberto Bolano, Antonio Lobo Antunes, IsaelCarlos Fuentes, Gabriel Garcia Marquez, Mario Vargas Llosa, Juan Carlos Onetti berühmt gemacht hat.</p>
<p><em>Sie waren vierzig Jahr Literaturagentin. Worauf gründet Ihr Erfolg?</em><br />
&#8220;Bei meinen Verhandlungen habe ich mir eine ziemlich unorthodoxe Methode zugelegt. Imer, wenn ein Verleger einen leicht verkäuflichen Autor wollte, habe ich ihn gebeten, auch einen &#8220;schwierigen&#8221; dazuzunehmen. So konnte ich viele damals unbekannte Autoren verkaufen. Das ist mir zum Beispiel Anfang der achtziger Jahre mit Isabel Allendes Debütroman &#8220;Das Geisterhaus&#8221; geluntgen. Generell verstehe ich mich als Güterverwalterin auf Kommissionsbasis. Dass ich diese Güter exklusiv und weltweit verwaltet habe, das hat einen riesigen bürokratischen Aufwand nach sich gezogen, der eigentlich nicht tragbar ist. In der Agentur arbeiten heute 40 Personen.<br />
Sonst war meine Arbeit wie die von allen Leuten. Man versucht, Hindernisse zu umschiffen, und wenn sich unterwegs die Gelegenheit ergibt, die Ereignisse zu steuern, um so besser. Ich wurde aber auch betrogen, verraten, hintergangen &#8230; Mein Beruf war vor allem durch eines geprägt: zwischenmenschliche Beziehungen.&#8221;</p>
<p><em>Dafür sind Sie offenbar begabt.</em><br />
&#8220;Wenn die Arbeit darin besteht, fremde Interessen zu vertreten, dann ist das Talent des anderen der größte Reichtum. Meine Begabung ist es, dieses Talent bei anderen zu erkennen. Die Arbeit war nie bequem, aber außerordentlich anregend. Ich konnte viel beitragen: etwa das Kleingedruckte der Verträge. Dabei darf man den Pressionen nicht nachgeben, die man von allen Seiten zu spüren bekommt.&#8221;</p>
<p>Was hat Ihnen in Ihrem Beruf geholfen?<br />
&#8220;Meine Unbefangenheit. Ich suche noch heute das Lesevergnügen mit derselben Unvoreingenommeheit wie vor 40 Jahren. Die ersts Seite genügt mir mittlerweile, um zu wissen, ob ein Manuskript mir gefällt.&#8221;</p>
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		<title>Dramaturgischer Rat</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 10:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Autorenbrief]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorenbrief vom 17. Februar 2010
Liebe Autorinnen und Autoren,
&#8220;Dramaturgischer Rat&#8221; ist ein Gedicht von Friedrich Dürrenmatt überschrieben: &#8220;Verzapf keinen Tiefsinn / Füge dem Rätsel kein neues bei / Es liegt nicht im Wort / Schaff ein Gebilde.&#8221; Auf der Berlinale gibt es jetzt täglich Gelegenheit, die Filme großartiger Regisseure daraufhin zu prüfen, welchen Regeln ihre Drehbuchautoren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Autorenbrief vom 17. Februar 2010</p>
<p>Liebe Autorinnen und Autoren,</p>
<p>&#8220;Dramaturgischer Rat&#8221; ist ein Gedicht von Friedrich Dürrenmatt überschrieben: &#8220;Verzapf keinen Tiefsinn / Füge dem Rätsel kein neues bei / Es liegt nicht im Wort / Schaff ein Gebilde.&#8221; Auf der Berlinale gibt es jetzt täglich Gelegenheit, die Filme großartiger Regisseure daraufhin zu prüfen, welchen Regeln ihre Drehbuchautoren beim Schreiben gefolgt sind.</p>
<p>Der französische Altmeister des Kinos, Claude Chabrol, der im vorigen Jahr die Berlinale Kamera für sein Lebenswerk erhielt, vergleicht das Drehbuch mit einem &#8220;Gebäude, dessen Bau sich von Sequenz zu Sequenz weiterentwicklet. Die Schwierigkeit rührt daher, dass es leichter ist, innerhalb einer Sequenz alles ins Gleichgewicht zu bringen als in einer Folge von Sequenzen. Es kann vorkommen, dass man eine bestimmte Anzahl von Sequenzen vor sich hat und in jeder einzelnen stimmt alles. Das Gleichgewicht scheint vollkommen. Aber wenn man sie dann verbindet, stellt sich heraus, dass es als Ganzes nicht funktioniert. &#8230; Deshalb muss man die Sequenzen eine nach der anderen überprüfen und eventuell Teile von Szenen restrukturieren. Das heißt, sie entweder kürzen oder sie im Gegenteil ausdehnen, um den Zusammenhalt des Ganzen zu gewährleisten, eine Technik, die man mit der Zeit immer besser beherrscht oder anders gesagt: empfindet. Auf diese Weise macht man Fortschritte.&#8221;<br />
Claude Chabrol: Wie man einen Film macht, 92 Seiten, nur 9,80 Euro versandkostenfrei<br />
www.autorenhaus-verlag.de/64.106.0.0.1.0.phtml</p>
<p>Auch Sidney Lumet, Drehbuchautor und Regisseur zahlreicher bekannter Filme, kennt das Problem, das schon viele Drehbuch- wie Romanautoren zur Verzweiflung gebracht hat und schlägt vor, kühl die Situation zu analysieren: &#8220;Als Erstes untersuchen wir jede Szene, in der richtigen chronologischen Reihenfolge. Trägt diese Szene etwas zum Grundthema bei? Wie? Trägt sie zur Handlung bei? Zur Figur? Verläuft die Handlung in einem sich zunehmend steigernden dramatischen Spannungsbogen? In einer Komödie beispielsweise: Wird sie lustiger? Wird die Handlung von den Figuren vorangetrieben?&#8221; </p>
<p>Manche Schriftsteller brauchen als Ziel beim Schreiben die Vorstellung wie ihre Geschichte zu Ende gehen kann. Für Sidney Lumet ist es die Unausweichlichkeit, der Sog, der die Charaktere mitzieht, dem sie nicht entgehen können: &#8220;In einem gutgebauten Drama möchte ich das Gefühl haben: &#8216;Natürlich, darauf lief es die ganze Zeit hinaus.&#8217; Trotzdem darf die Unausweichlichkeit nicht die Überraschung ausklammern. Unausweichlichkeit heißt nicht Vorhersagbarkeit. Das Drehbuch darf einen nicht zur Ruhe kommen lassen, muss einen ständig überraschen, unterhalten, hineinziehen und einem doch, wenn der Augenblick der Wahrheit kommt, das Gefühl vermitteln, dass die Geschichte genau so ausgehen musste.&#8221;<br />
Sidney Lumet: Filme machen, 258 Seiten, nur 16,80 Euro versandkostenfrei:<br />
www.autorenhaus-verlag.de/62.102.0.0.1.0.phtml </p>
<p>Im Tieger-Blog gesteht Fanny Ardant, dass sie von Schundromanen gelernt hat, der Autor von &#8220;Retter der Welt&#8221;, John Wray,  warum er bisher lieber in seiner Fantasie gegraben hat und die Literaturwissenschaftlerin Eva Horn sagt, welchen Vorteil die Fiktion gegenüber dem Sachbuch hat, wenn es um Spionage und Verrat geht.<br />
www.autorinnen.de</p>
<p>Mit herzlichen Grüßen<br />
Ihre<br />
Gerhild Tieger</p>
<p>WENN SIE IHR MANUSKRIPT dem richtigen Verlag anbieten möchten: Im Jahrbuch für Autorinnen und Autoren 2010/2011 finden Sie dazu die aktuell recherchierten Adressen: Mit Genre-Index und durch Fragebogen ermittelten Programme und Angaben zur Form der Manuskriptangebote. Dazu hunderte weiterer Adressen aus dem Literaturbetrieb, redaktionelle Beiträge zum Buchmarkt unmd zum Schreiben und Veröffentlichen. Jahrbuch für Autoren, Autorinnen 2010/2011, Hardcover, 800 Seiten, nur 29,90 Euro versandkostenfrei:<br />
www.autoren-jahrbuch.de</p>
<p>Bitte besuchen Sie auch: www.edition-tieger.de</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fanny Ardant: von schundromanen gelernt</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/17/fanny-ardant-von-schundromanen-gelernt/</link>
		<comments>http://www.autorinnen.de/2010/02/17/fanny-ardant-von-schundromanen-gelernt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 14:35:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.autorinnen.de/2010/02/17/fanny-ardant-von-schundromanen-gelernt/</guid>
		<description><![CDATA[was Marco Schmidt in seinem interview mit Frankreichs beliebter schauspielerin herausfand: schundromane haben sie gebildet.
&#8220;Schon als Kind war ich eine Einzelgängerin. Bücher waren meine einzigen Freunde. Sie haben mir alles über die Liebe beigebracht. Vor allem die Schundromane: Gerschichten von attraktiven, arroganten Männern und armen, bescheidenen, Frauen, die diamantene Tränen weinen. Auch heute macht es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>was Marco Schmidt in seinem interview mit Frankreichs beliebter schauspielerin herausfand: schundromane haben sie gebildet.</p>
<p>&#8220;Schon als Kind war ich eine Einzelgängerin. Bücher waren meine einzigen Freunde. Sie haben mir alles über die Liebe beigebracht. Vor allem die Schundromane: Gerschichten von attraktiven, arroganten Männern und armen, bescheidenen, Frauen, die diamantene Tränen weinen. Auch heute macht es mir, im Gegensatz zu den meisten Menschen, nichts aus, allein zu sein und mich mit mir selbst zu beschäftigen. Ich schätze die Einsamkeit sehr.&#8221;</p>
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		<title>Eva Horn: wenns um spionage geht - fiktion!</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 16:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eva Horn ist professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel und hat über ihren forschungsschwerpunkt ein sachbuch geschrieben:  über verschwörungen, verrat, spionage. Regula Freuler hat mir ihr gesprochen und gefragt: 
Was haben fiktionale Werke fundiert recherchierten Sachbüchern über Spionagefälle voraus?
&#8220;Nur Fiktion kann die Dinge beim Namen nennen. Das sieht man exemplarisch bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eva Horn ist professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel und hat über ihren forschungsschwerpunkt ein sachbuch geschrieben:  über verschwörungen, verrat, spionage. Regula Freuler hat mir ihr gesprochen und gefragt: </p>
<p><em>Was haben fiktionale Werke fundiert recherchierten Sachbüchern über Spionagefälle voraus?</em></p>
<p>&#8220;Nur Fiktion kann die Dinge beim Namen nennen. Das sieht man exemplarisch bei Le Carré, nicht nur am Fall des britisch-sowjetischen Doppelagenten Kim Philby, den er im Roman &#8220;Dame, König, As, Spion&#8221; verarbeitete, sondern auch daran, wie er im Roman &#8220;Die Libelle&#8221; über Mossad-Aktionen schreibt. Le Carré hat offensichtlich noch lange nach seinem Ausscheiden aus dem Geheimdienst gute Kontakte gehabt und wurde mit Informationen versrogt.<br />
Wenn Geheimdienstleute selber solche Dinge publik machen, würden sie sich strafbar machen. Wenn man dagegen einen Roman schreibt, kann man unter dem Deckmantel der Fiktion schreiben, was man will.<br />
Bei Stanley Kubricks Film &#8220;Dr. Strangelove&#8221; hat der amerikanische Staat sogar verlangt, dass die Macher eine Fiktionalisierungsklausel voranstellen, so realitätsnah erschien das im Film entworfene Katastrophen-Szenario.<br />
(&#8230;) Die Fiktion ist gerade deshalb eine scharfe Waffe, weil sie sich nicht auf eine &#8216;Wahrheit&#8217;<br />
festlegt.&#8221;</p>
<p><em>Sie vertreten die These, dass gewisse fiktionale Werke einen bedeutenden Beitrag geleistet haben bei der Entwicklung der Geheimdienste. Wie muss man sich das vorstellen?</em><br />
&#8220;Während das Militär und die Polizei noch Dienst nach Vorschrift machten, waren es die Romanautoren, die zum ersten Mal nicht nur die Notwendigkeit von Spionen sahen, sondern auch ein Bild davon entwarfen, was diese Spione können müssen. Gute Beispiele sind etwa Rudyard Kiplings Roman &#8220;Kim&#8221; (1901), in dem der Typus des Kolonialspions entworfen wird, und Erskine Childers&#8217; Roman &#8220;Das Rätsel der Sandbank&#8221; (1903) für den britischen Marinegeheimdienst. &#8220;Kim&#8221; finde ich heute ungeheuer aktuell. Kipling beschreibt darin einen jungen Waisen, der in Indien im &#8220;Green Game&#8221; zwischen dem British Empire und dem russischen Reich eingesetzt wird. Was Kim auszeichnet, ist das, was das Empire damals Brauchte und was die Russen nicht hatten, nämlich kulturell versierte Figuren. (&#8230;) Heute bräuchten die Amerikaner im Irak solche Kims, um das Land und seine Bevölkerung zu verstehen.&#8221;</p>
<p>Verlag S. Fischer, tb: &#8220;Der geheime Krieg. Verrat, Spionage und moderne Fiktion&#8221;</p>
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		<title>John Wray: &#8220;Ich muss tiefer in meiner Fantsie graben &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 16:48:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[weil meine eigenen Erfahrungen nicht den Hoffnungen und Ambitionen entsprechen, die cich für meine Bücher habe. John Wray hat den roman &#8220;Retter der Welt&#8221;, geschrieben, in dem ein 16jähriger junge glaubt, er könne die welt vor der nahen klimakatastrophe retten, aber alle halten ihn für schizophren.
umagazin hat den schriftsteller interviewt und gefragt, wie stark autobiografisches [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>weil meine eigenen Erfahrungen nicht den Hoffnungen und Ambitionen entsprechen, die cich für meine Bücher habe. John Wray hat den roman &#8220;Retter der Welt&#8221;, geschrieben, in dem ein 16jähriger junge glaubt, er könne die welt vor der nahen klimakatastrophe retten, aber alle halten ihn für schizophren.<br />
umagazin hat den schriftsteller interviewt und gefragt, wie stark autobiografisches erleben sein schreiben beeinflusst:</p>
<p><em>Bist du nicht Schriftsteller geworden, weil du das Gefühl hattest, da ist etwas in dir drin, was raus muss?</em></p>
<p>&#8220;Doch, natürlich. Ein Roman ist ja der intimste Ausdruck, den man sich vorstellen kann. Nur sollte man sich nicht fragen, ob ich schizophren bin, weil meine Hauptfigur unter dieser Krankheit leidet. Wenn man etwas über mich erfahren möchte, dann muss man sich nur anschauen, wie ich die Erzählung konstruiere, wie ich die Ereignisse schildere und welches System ich erfinde, um meinen Roman zu erzählen. Ich hoffe, das klingt jetzt nicht zynisch, aber wenn ich aufgefordert werden würde, könnte ich über jedes Thema schreiben. Die wichtigsten Entscheidungen werden immer erst nach der Themenfindung getroffen. Es gibt diese alte Weisheit, nach der es nur zwölf verschiedene Geschichten gibt, die immer wieder neu erzählt werden. Das ist wahrscheinlich eine Übertreibung, aber im Kern steckt da schon eine Wahrheit drin.&#8221;<br />
erschienen bei Rowohlt</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Laura de Weck: schreiben fürs theater</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/14/laura-de-weck-schreiben-furs-theater/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 15:03:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[in ihrem interview fragt Claudia Senn die dramatikerin Laura de Weck, deren stücke &#8220;Lieblingsmenschen und SumSum bei Diogenes erschienen sind:
Ist ein Theaterstück eine Art Roman in Dialogform?
&#8220;Keineswegs. Wer ein Stück schreibt, muss von Anfang an wissen, dass es im Unterschied zu einem Roman kein fertiges Werk ist. Erst die Inszenierung auf der Bühne macht es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>in ihrem interview fragt Claudia Senn die dramatikerin Laura de Weck, deren stücke &#8220;Lieblingsmenschen und SumSum bei Diogenes erschienen sind:</p>
<p><em>Ist ein Theaterstück eine Art Roman in Dialogform?</em></p>
<p>&#8220;Keineswegs. Wer ein Stück schreibt, muss von Anfang an wissen, dass es im Unterschied zu einem Roman kein fertiges Werk ist. Erst die Inszenierung auf der Bühne macht es vollständig. Man muss also beim Schreiben Leerstellen lassen - für die Arbeit des Regisseurs, der Schauspieler, des Bühnenbildners. Und liest man das Stück dann, sollen die Dialoge einen Fantasieraum öffnen, der über das Gesagte hinausgeht. Zum Beispiel lässt man die Figuren nicht immer das sagen, was sie meinen. Oder man impliziert eine Handlung. Wenn jemand zum Beispiel sagt: &#8220;Was ist? Ist dir schlecht?&#8221;, dann denkt der Leser: Aha, da muss wohl vorher etwas vorgefallen sein. Was war das wohl? Und schon öffnet sich dieser Fantasieraum.</p>
<p><em>Was macht die Qualität eines guten Stückes aus?</em></p>
<p>(&#8230;) Die schönsten Stücke sind immer die, die sich ehr konkret und auf universelle Weise mit den grossen Fragen des Lebens beschäftigen: Liebe, Tod Sinn des Lebens. Man kann sie mit Herz und Bauch lesen. Je mehr man erlebt hat, um so besser kann man solche lebensbestimmenden Gedanken herausdestillieren und verdichten.&#8221;</p>
<p>mehr über das schreiben von drama bei Gustav Freytag: Die Technik des Dramas<br />
Lajos Egri: Dramatisches Schreiben</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Federico Fellini: eintrag ins traumtagebuch</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/12/60-jahre-berlinale-11-bis-21-februar/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 18:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn ich einen Film mache, lebe ich nicht, ich werde gelebt.&#8221; schrieb Federico Fellini in sein traumtagebuch.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wenn ich einen Film mache, lebe ich nicht, ich werde gelebt.&#8221; schrieb Federico Fellini in sein traumtagebuch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Figuren im Museum</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/12/figuren-im-museum/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 10:44:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Autorenbrief]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorenbrief vom 12. Februar 2010
Liebe Autorinnen und Autoren,
vor einigen Tagen war ich in der Ausstellung &#8220;Bestiarium&#8221; des amerikanischen Künstlers Walton Ford. Der 1960 geborene Maler überlebensgroßer Tierbilder in der Art zoologischer Darstellungen von John James Audubon ist besessen vom Detail und arbeitet mit akribischem Pinselstrich. Zusätzliche Faszination gewinnen seine Bilder dadurch, dass sie von Berichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Autorenbrief vom 12. Februar 2010</p>
<p>Liebe Autorinnen und Autoren,</p>
<p>vor einigen Tagen war ich in der Ausstellung &#8220;Bestiarium&#8221; des amerikanischen Künstlers Walton Ford. Der 1960 geborene Maler überlebensgroßer Tierbilder in der Art zoologischer Darstellungen von John James Audubon ist besessen vom Detail und arbeitet mit akribischem Pinselstrich. Zusätzliche Faszination gewinnen seine Bilder dadurch, dass sie von Berichten aus historischen Archiven, Zeitungen oder Büchern inspiriert sind. </p>
<p>Walton Ford ist ein Erzähler in Bildern. In seinen großartigen Gemälden illustriert er den Kreislauf von Fressen und Gefressenwerden und die Vernichtung der Natur durch den Menschen. Tiere werden zu tragischen Heldenfiguren. In den meisten Bildern sieht man ihr unausweichliches Schicksal, zwischen all der farbigen Schönheit versteckt, als kunstvolle Falle oder verborgenen Gewehrlauf. Besonders beeindruckend das Triptichon &#8220;The Island&#8221;, das von der Ausrottung der Tasmanischen Tiger oder &#8220;Chalo, Chalo, Chalo&#8221;, das vom Ende einer Bärenjagd erzählt. Die Ausstellung im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart in Berlin ist noch bis 23. Mai 2010 zu sehen.</p>
<p>Auch Schriftsteller sind, ähnlich wie der Maler Walton Ford, auf der Suche nach Stoffen und Figuren. Allerdings müssen sie dazu die Kunst der Verfremdung beherrschen. Sonst riskieren sie, verklagt zu werden, weil jemand meint, sich in der Fiktion wiederzuerkennen: &#8220;Alle Bezüge auf wirkliche Personen, Geschehnisse, Institutionen, Organisationen oder Orte dienen allein dazu, dem Erfundenen etwas Wirkliches, Authentisches zu verleihen, sind aber ebenfalls erfunden. Alle übrigen Namen, Personen, Orte, Dialoge und Vorfälle in diesem Buch entspringen der Phantasie des Autors.&#8221; Dieses Pentagramm hat Garth Stein seinem Buch &#8220;Enzo.! auf der ersten Seite vorangestellt. </p>
<p>Eine solche Beschwörung kann jeder Autor seinem Werk mitgeben. Trotzdem ist es wichtig, über die Grenzen der Kunstfreiheit gegenüber dem Persönlichkeitsrecht informiert zu sein. Judith Barrington hat ihrem Handbuch &#8220;Erinnerungen und Autobiografie schreiben&#8221; einen Anhang beigegeben, in dem Fragen des Persönlichkeitsrechts, die beim biografischen Schreiben wichtig sind, behandelt werden: Erinnerungen und Autobiografie schreiben, 175 Seiten, 14,90 €, versandkostenfrei:<br />
www.autorenhaus-verlag.de/judith-barrington+autobiografie-schreiben.phtml</p>
<p>Heute beginnt die Berlinale, Sie finden im Foyer des Cinemaxx am Potsdamer Platz unsere Fachbücher zu den Themen Dramatisches Schreiben, Drehbuchschreiben und Film, ebenso wie den Neudruck des &#8220;Standardwerks der Filmbranche&#8221; von Syd Field: Das Drehbuch, 463 Seiten, 24,90 €, versandkostenfrei:<br />
www.autorenhaus-verlag.de/syd-field+das-drehbuch.phtml</p>
<p>Im Tieger-Blog sagt die bekannte französische Schauspielerin Fanny Ardant wie sie dazu kam, ihr Debütdrehbuch für ihren Film &#8220;Asche und Blut&#8221; zu schreiben, Ermanno Cavazzoni wie Drehbuchschreiben mit Fellini war, Alfonso Cuaron wie der Plot als Köder funktioniert.<br />
www.autorinnen.de</p>
<p>Mit herzlichen Grüßen<br />
Ihre<br />
Gerhild Tieger</p>
<p>WENN SIE IHR MANUSKRIPT dem richtigen Verlag anbieten möchten: Im Jahrbuch für Autorinnen und Autoren 2010/2011 finden Sie dazu die aktuell recherchierten Adressen: Mit Genre-Index und durch Fragebogen ermittelten Programme und Angaben zur Form der Manuskriptangebote. Dazu hunderte weiterer Adressen aus dem Literaturbetrieb, redaktionelle Beiträge zum Buchmarkt unmd zum Schreiben und Veröffentlichen. Jahrbuch für Autoren, Autorinnen 2010/2011, Hardcover, 800 Seiten, nur 29,90 Euro versandkostenfrei:<br />
www.autoren-jahrbuch.de</p>
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		</item>
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		<title>Fanny Ardant: regie-und drehbuchdebüt</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 18:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Marco Schmidt fragte die bekannte französische schauspielerin (unvergesslich im film &#8220;8 Frauen&#8221;) anlässlich ihres regiedebüts zu ihrem film &#8220;Asche und Blut&#8221;:
Kürzlich haben Sie Ihr Regiedebüt präsentiert: das archaische Rachedrama &#8220;Asche und Blut&#8221;, zu dem Sie auch das Drehbuch verfasst haben. Wie kam es dazu?
&#8220;Schon als Kind war ich fasziniert von griechischen Tragödien. Ein Buch über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marco Schmidt fragte die bekannte französische schauspielerin (unvergesslich im film &#8220;8 Frauen&#8221;) anlässlich ihres regiedebüts zu ihrem film &#8220;Asche und Blut&#8221;:</p>
<p><em>Kürzlich haben Sie Ihr Regiedebüt präsentiert: das archaische Rachedrama &#8220;Asche und Blut&#8221;, zu dem Sie auch das Drehbuch verfasst haben. Wie kam es dazu?</em></p>
<p>&#8220;Schon als Kind war ich fasziniert von griechischen Tragödien. Ein Buch über albanische Bestrafungsriten und Ehrenkodizes hat mich schließlich zu meinem Vergeltungsdrama inspiriert. Und als ich bei einem Theaterengagement vor einigen Jahren jeden Nachmittag frei hatte, fing ich an, die Geschichte niederzuschreiben. Ich habe das fertige Drehbuch einer Filmförderungskommission vorgelegt - und tatsächlich Fördermittel bekommen. Trotzdem wollte lange Zeit niemand den Film produzieren. Ständig bekam ich zu hören: &#8220;Warum schreiben Sie nicht ein nettes Drehbuch über Ihre eigenen Erfahrungen als Schauspielerin?&#8221; Ganz einfach: Weil mich das furchtbar anöden würde! Ich finde es viel interessanter, unbekanntes Terrain zu erforschen.&#8221;</p>
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		<title>John Le Carré: vom buch zum film - verdichten bis zum brühwürfel</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/11/john-le-carre-vom-buch-zum-film-verdichten-bis-zum-bruhwurfel/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 14:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[auf die frage, ob eine verfilmung seinen romanen gerecht werden kann erklärt der für seine und dramaturgisch perfekten spionageromane berühmte schriftsteller:
&#8220;Das Wesentliche bleibt. Man muss aus einer Kuh einen Brühwürfel machen. Ein Buch ist eine Riesensache mit ungeheuer viel Umfang. Man muss den richtigen Faden herausziehen und daraus den Film machen, also mit maximaler Flexibilität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>auf die frage, ob eine verfilmung seinen romanen gerecht werden kann erklärt der für seine und dramaturgisch perfekten spionageromane berühmte schriftsteller:</p>
<p>&#8220;Das Wesentliche bleibt. Man muss aus einer Kuh einen Brühwürfel machen. Ein Buch ist eine Riesensache mit ungeheuer viel Umfang. Man muss den richtigen Faden herausziehen und daraus den Film machen, also mit maximaler Flexibilität das Wesentliche erzählen.&#8221;</p>
<p>&#8220;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ermanno Cavazzoni: drehbuchschreiben mit Fellini</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/10/ermanno-cavazzoni-drehbuchschreiben-mit-fellini/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 18:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[der schriftsteller im interview mit der Zeit, - zum erscheinen von &#8220;Die nutzlosen Schriftsteller&#8221; im Wagenbach Verlag:
 Sie haben mit Fellini zusammengearbeitet, der Ihr Buch &#8220;Der Gesang der Mondköpfe&#8221; als Vorlage für &#8220;Die Stimme des Mondes&#8221; verwendet hat. Aber es entstand kein wirkliches Drehbuch.
&#8220;Manchmal wussten die Schauspieler bis zu dem Augenblick, in dem gedreht wurde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>der schriftsteller im interview mit der Zeit, - zum erscheinen von &#8220;Die nutzlosen Schriftsteller&#8221; im Wagenbach Verlag:<br />
<em> Sie haben mit Fellini zusammengearbeitet, der Ihr Buch &#8220;Der Gesang der Mondköpfe&#8221; als Vorlage für &#8220;Die Stimme des Mondes&#8221; verwendet hat. Aber es entstand kein wirkliches Drehbuch.</em></p>
<p>&#8220;Manchmal wussten die Schauspieler bis zu dem Augenblick, in dem gedreht wurde, nicht, was sie sagen sollten. Ich fand Fellinis Art zu arbeiten faszinierend. Als würde man anfangen, etwas zu schreiben, von dem man noch nicht weiß, wohin es führt. Es war mir wesensverwandt. Es war, als hätte ich Gelegenheit gehabt, einem Renaissancekünstler beim Freskenmalen zuzuschauen. Fellini hatte diesen ausgeprägten Sinn für Komik, sowohl im Film wie auch im Leben. Er hatte eine Distanz zur Welt, die es ihm erlaubte, ihre Eigentümlichkeiten zu dokumentieren.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alfonso Cuarón: der plot als köder</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/10/alfonso-cuaron/</link>
		<comments>http://www.autorinnen.de/2010/02/10/alfonso-cuaron/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 12:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.autorinnen.de/2010/01/07/alfonso-cuaron/</guid>
		<description><![CDATA[Marco Schmidt berichtet in der FAZl über das Filmfestival in Marrakesch und von drei weltbekannten regisseuren Alfonso Cuaron, Emir Kusturica und Jim Jarmusch, die dort meisterkurse vor filmstudenten und journalisten abhielten &#8220;Von Gangstern, Musikern und Pilgern - Lernen von den Meistern: Cuarón, Jarmusch, Kusturica
Alfonso Cuarón wollte schon immer Filmregisseur werden: &#8220;Mit elf Jahren bin ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marco Schmidt berichtet in der FAZl über das Filmfestival in Marrakesch und von drei weltbekannten regisseuren Alfonso Cuaron, Emir Kusturica und Jim Jarmusch, die dort meisterkurse vor filmstudenten und journalisten abhielten &#8220;Von Gangstern, Musikern und Pilgern - Lernen von den Meistern: Cuarón, Jarmusch, Kusturica</p>
<p>Alfonso Cuarón wollte schon immer Filmregisseur werden: &#8220;Mit elf Jahren bin ich in Mexiko-Stadt täglich drei- oder viermal ins Kino gepilgert&#8221;, erzählt er. &#8220;Am liebsten in europäische Filme, weil es da oft nackte Frauenbrüste zu sehen gab!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich bin kein Lehrer&#8221;, stellt er gleich zu Beginn seines Meisterkurses klar, &#8220;sondern ein Student, der bei jedem Film aus seinen Fehlern etwas Neues lernt.&#8221; </p>
<p>&#8220;Wer auf die Story fixiert ist, vergiftet das Kino&#8221;, unterstreicht er. Ein Film dürfe nicht Sklave seines Handlungsablaufs sein: &#8220;Der Plot sollte bestenfalls als Köder dienen, um die Zuschauer bei der Stange zu halten. Denn seine größte Kraft schöpft das Kino aus originellen filmischen Ideen.&#8221;</p>
<p>Zuerst legt Cuarón die optische Gestaltung fest: &#8220;Während meine ersten Filme viele Schnitte und Großaufnahmen aufwiesen und stets aus der subjektiven Sicht der Hauptfigur geschildert wurden, bevorzuge ich seit ,Y tu mamá también&#8217; einen objektiven Ansatz mit langen, ungeschnittenen Weitwinkeleinstellungen, um das soziale Umfeld der Charaktere einzufangen&#8221;. </p>
<p> &#8220;Ich sehe den kompletten Film vor meinem geistigen Auge und versuche dann, ihn mit meinem Team umzusetzen.&#8221; Allerdings müsse man beim Drehen seine Ideen ständig über den Haufen werfen: &#8220;Vor Ort lasse ich einen besseren Film zu als den, den ich mir vorgestellt habe!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hans Sahl: was sich nur im  Gedicht sagen läßt</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/09/hans-sahl-was-sich-nur-im-gedicht-sagen-last/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 21:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[aus seinem gedicht MEMOIR
Ein Mann, den manche für weise
hielten, erklärte, nach Auschwitz
wäre kein Gedicht mehr möglich.
(&#8230;) Wir glauben, daß Gedichte
überhaupt erst jetzt wieder möglich
geworden sind, insofern nämlich als
nur im Gedicht sich sagen läßt,
was sonst
jeder Beschreibung spottet.
der band: Die Gedichte, erschien im Luchterhand Verlag
im Glarean Magazin von Walter Eigenmann wird das leben von Hans Sahl ausführlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>aus seinem gedicht MEMOIR</p>
<p>Ein Mann, den manche für weise<br />
hielten, erklärte, nach Auschwitz<br />
wäre kein Gedicht mehr möglich.<br />
(&#8230;) Wir glauben, daß Gedichte<br />
überhaupt erst jetzt wieder möglich<br />
geworden sind, insofern nämlich als<br />
nur im Gedicht sich sagen läßt,<br />
was sonst<br />
jeder Beschreibung spottet.</p>
<p>der band: Die Gedichte, erschien im Luchterhand Verlag<br />
im Glarean Magazin von Walter Eigenmann wird das leben von Hans Sahl ausführlich gewürdigt</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ermanno Cavazzoni über kritiker</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/08/ermanno-cavazzoni-uber-kritiker/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 17:58:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[aus einem interview in der Zeit zu Cavazzonis buch &#8220;Die nutzlosen Schriftsteller&#8221;, von dem er sagte:
&#8220;Betrachten Sie das Buch als meine Autobiografie. Es ging mir darum, mich selbst und meine Arbeit infrage zu stellen.&#8221;
&#8220;Einen Kritiker braucht man, damit ein Schriftsteller sich einen Augenblick lang einbildet, er würde existieren.&#8221;
&#8220;Die Kritiker ähneln der Jury eines Schönheitswettbewerbs. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>aus einem interview in der Zeit zu Cavazzonis buch &#8220;Die nutzlosen Schriftsteller&#8221;, von dem er sagte:<br />
&#8220;Betrachten Sie das Buch als meine Autobiografie. Es ging mir darum, mich selbst und meine Arbeit infrage zu stellen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Einen Kritiker braucht man, damit ein Schriftsteller sich einen Augenblick lang einbildet, er würde existieren.&#8221;</p>
<p>&#8220;Die Kritiker ähneln der Jury eines Schönheitswettbewerbs. Sie bewerten Maße wie den Hüftumfang. Das sind Urteile, die nichts mit dem Körper zu tun haben, den sie bewerten.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Elisabeth Binder: mythen dienen der inspiration</title>
		<link>http://www.autorinnen.de/2010/02/08/elisabeth-binder-mythen-inspiration/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 15:29:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhild</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[im interview mit Urs Heinz Aerni über die entsteheung ihres romans ORFEOi:
&#8220;Eine Erzählung ist immer ein Stück Leben, in Literatur verwandelt. Also in jedem Fall etwas Offeneres und Weiträumigeres, auch Weitherzigeres hoffentlich, als eine Botschaft. Und am offensten ist vielleicht der Mythos - so offen, man kann auch sagen ursprünglich und universell, dass neue Adaptionen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>im interview mit Urs Heinz Aerni über die entsteheung ihres romans ORFEOi:</p>
<p>&#8220;Eine Erzählung ist immer ein Stück Leben, in Literatur verwandelt. Also in jedem Fall etwas Offeneres und Weiträumigeres, auch Weitherzigeres hoffentlich, als eine Botschaft. Und am offensten ist vielleicht der Mythos - so offen, man kann auch sagen ursprünglich und universell, dass neue Adaptionen, Variationen oder Übermalungen zu jeder Zeit möglich sind.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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