Archive für März 2010
Montag, 29. März 2010
Leonardo Padura Fuentes: der autor entscheidet über die grenzen
er ist der bekannteste kubanische autor von kriminalromanen, dessen bücher auch in Deutschland begeisterte Leser finden (u.a. Adiós Hemingway und die reihe des Havanna Quartet). im interview fragt Knut Henkel ihn:
Ihre Werke werden weniger kriminalistisch und deutlich sozialer. Aus welchem Grund?
“Ich glaube, dass ich immer den Rahmen des Kriminalromans bewusst gedehnt habe. Ich war nicht […]
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Montag, 29. März 2010
Harald Hartung: gedichte brauchen mehr herzenskühle
“Eine heikle Angelegenheit, das Gedichteschreiben, Sprachvermögen einmal vorausgesetzt, erfordert es Geduld und Verstand, mehr Herzenskühle als Herzenswärme. Können und Wissen sind unabdingbarf, selbst wenn man Ende davon wenig aufscheint. Gleich um die Ecke lauert der Dilettantismus mit seiner Gefühligkeit, seinem Pochen auf Seelentiefe. Seit dem halben Jahrhundert, da man nun freie Verse als Zeichen der […]
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Montag, 29. März 2010
Autorenbrief vom 29. März 2010: Streichen und behalten
Liebe Autorinnen und Autoren,
“Jesus, es gibt nur eine Kunst: das Weglassen! Oh wenn ich nur das Weglassen beherrschte, ich würde sonst nichts wissen wollen.” Das hat sich Robert Louis Stevenson gewünscht, der Schriftsteller, der Weltliteratur wie die “Schatzinsel” oder “Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde” schrieb.
Und Virginia Woolf klagte: “Als ich […]
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Sonntag, 28. März 2010
Peter Bichsel in “Zimmer 202″
der dokumentarfilmer Eric Bergkraut (der schon ein Porträt der schriftstellerin Agota Kristof und den film “Letter to Anna”, über die ermordete russische journalistin gedreht hatte) überredete den schriftsteller Peter Bichsel zu einem filmporträt in Paris. Roman Bucheli schreibt darüber in “Bonjour, Monsieur Pierre”.
“Schriftsteller zu sein ist ein Luxus. Der Luxus besteht darin, dass man es […]
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Mittwoch, 24. März 2010
Autorenbrief vom 23. März 2010: Die Kunst des langen Atems beim Absagensammeln
Liebe Autorinnen und Autoren,
welcher Belletristik-Autor kennt nicht selbst verletzende Absagen aus Verlagen. Auch Jan Faktor hat mehr als 20 Absagen gesammelt. Darunter waren auch Begründungen wie “Wortmüll” oder “Selbsterfahrungsbericht”. Dann kam der Durchbruch: der Alfred Döblin Preis und die Veröffentlichung seines Romans “Schornstein” bei Kiepenheuer & Witsch wie Holger Heimann im Börsenblatt für den Deutschen […]
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Montag, 22. März 2010
Don DeLillo: das schreiben - eine sinnliche erfahrung
der schriftsteller beantwortet im interview die frage mit welchem schreibinstrument er am liebsten arbeitet:
Für Sie stellt der PC also keine Versuchung dar?
“Nein - ich habe meine alte, mechanische Schreibmaschine, die ich schon als Occasion gekauft habe, und ohne die könnte ich schwerlich arbeiten. Ich brauche dieses Gefühl - Hände auf den Tasten und Hämmer, […]
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Montag, 22. März 2010
Maxim Biller: freiwilliger entzug entscheidet
Herr Biller, warum schreiben Sie eigentlich? fragte Martin Helg den autor von Esra, dem buch, dass durch viele instanzen mit klagen zum persönlichkeitsrecht verfolgt wurde.
Maxim biller: “Wenn ich nicht schreibe, bin ich todunglückjlich. Wer wissen will, ob er ein Künstler ist, muss ausprobieren, wie er sich fühlt, wenn er gerade nicht malt, schreibt. Wenn es […]
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Montag, 22. März 2010
Joan Didion: der vorteil klein zu sein
die journalistin und schriftstellerin, die unzählige rezensionen, essays und das berührende buch “Das Jahr des magischen Denkens” über den Tod ihres mannes geschrieben hat, verrät welchen vorteil es hat, ein kleiner mensch zu sein:
“Mein einziger Vorteil als Journalistin besteht darin, dass ich so klein bin, dass die Leute vergessen, dass meine Anwesenheit ihren Interessen […]
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Mittwoch, 17. März 2010
Marie NDiaye: über den unterschied zwischen roman und theaterstück
sie schreibt romane und theaterstücke und hat den Prix Goncourt erhalten. eines ihrer theaterstücke “Papa muss essen” gehört mit zum repertoire der Comédie Francaise. Niklas Bender hat die schriftstellerin gefragt:
Welche Stellung hat das Theater für Sie? Ist es ebenso wichtig wie die Romane?
“Ebenso wichtig nicht. Ich habe mehr Freude an Romanen, aber ich schreibe sehr […]
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Mittwoch, 17. März 2010
Ralf Rothmann: wem wohl spricht er aus der seele?
der Protagonist seines Romans: Feuer brennt nicht ist sein kollege: er ist schriftsteller und gequält vom überdruss kreativer arbveit:
“Die Unwahrheit fängt mit dem Kunstwillen an, dem Arrangement, aber das merkt man zunächst nicht. Er kommt mit den Jahren, der Überdruss an der Fiktion, der Ekel vor dem Phantasieren, Fabulieren, Retardieren, dem Ausmalen und Weglassen, (…) […]