Archive für Februar 2010
Sonntag, 28. Februar 2010
Beim Lesen zum Mörder werden
Liebe Autorinnen und Autoren,
im Zusammenhang mit der Plagiatsdiskussion um die siebzehnjährige Helene Hegemann mit ihrem Buch “Axolotl Roadkill” und ihren geistigen Organspendern, dem Blogger Airen wie auch anderen inzwischen gelisteten Beliehenen, kam die Frage auf, wo beim Schreiben in der Manier der “copy & paste”-Methode die Originalität bleibt, was also als eigene schöpferische Arbeit nach […]
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Dienstag, 23. Februar 2010
Héctor Abad: ein schlechtes gedächtnis führt auf die spur der worte
“Ich habe keine Phantasie, ich habe ein schlechtes Gedächtnis. Ich schreibe mit Hilfe meiner Erinnerungen, aber da ich ein sehr schlechtes Gedächtnis habe, gebe ich beim Erzählen keine Tatsachen wieder, sondern eine verzerrte Darstellung dessen, was geschehen ist. (…)
Wer diese ganz besondere Art von Grausamkeit erdulden muss - ein schlechtes Gedächtnis -, für den […]
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Montag, 22. Februar 2010
Carmen Balcells: literaturagentin als güterverwalterin von autoren
Brigitte Kramer im gespräch mit der erfolgreichen spanischen literaturagentin Carmen Balcells, die schriftsteller wie Roberto Bolano, Antonio Lobo Antunes, IsaelCarlos Fuentes, Gabriel Garcia Marquez, Mario Vargas Llosa, Juan Carlos Onetti berühmt gemacht hat.
Sie waren vierzig Jahr Literaturagentin. Worauf gründet Ihr Erfolg?
“Bei meinen Verhandlungen habe ich mir eine ziemlich unorthodoxe Methode zugelegt. Imer, wenn ein Verleger […]
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Donnerstag, 18. Februar 2010
Dramaturgischer Rat
Autorenbrief vom 17. Februar 2010
Liebe Autorinnen und Autoren,
“Dramaturgischer Rat” ist ein Gedicht von Friedrich Dürrenmatt überschrieben: “Verzapf keinen Tiefsinn / Füge dem Rätsel kein neues bei / Es liegt nicht im Wort / Schaff ein Gebilde.” Auf der Berlinale gibt es jetzt täglich Gelegenheit, die Filme großartiger Regisseure daraufhin zu prüfen, welchen Regeln ihre Drehbuchautoren […]
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Mittwoch, 17. Februar 2010
Fanny Ardant: von schundromanen gelernt
was Marco Schmidt in seinem interview mit Frankreichs beliebter schauspielerin herausfand: schundromane haben sie gebildet.
“Schon als Kind war ich eine Einzelgängerin. Bücher waren meine einzigen Freunde. Sie haben mir alles über die Liebe beigebracht. Vor allem die Schundromane: Gerschichten von attraktiven, arroganten Männern und armen, bescheidenen, Frauen, die diamantene Tränen weinen. Auch heute macht es […]
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Dienstag, 16. Februar 2010
Eva Horn: wenns um spionage geht - fiktion!
Eva Horn ist professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel und hat über ihren forschungsschwerpunkt ein sachbuch geschrieben: über verschwörungen, verrat, spionage. Regula Freuler hat mir ihr gesprochen und gefragt:
Was haben fiktionale Werke fundiert recherchierten Sachbüchern über Spionagefälle voraus?
“Nur Fiktion kann die Dinge beim Namen nennen. Das sieht man exemplarisch bei […]
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Montag, 15. Februar 2010
John Wray: “Ich muss tiefer in meiner Fantsie graben …
weil meine eigenen Erfahrungen nicht den Hoffnungen und Ambitionen entsprechen, die cich für meine Bücher habe. John Wray hat den roman “Retter der Welt”, geschrieben, in dem ein 16jähriger junge glaubt, er könne die welt vor der nahen klimakatastrophe retten, aber alle halten ihn für schizophren.
umagazin hat den schriftsteller interviewt und gefragt, wie stark autobiografisches […]
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Sonntag, 14. Februar 2010
Laura de Weck: schreiben fürs theater
in ihrem interview fragt Claudia Senn die dramatikerin Laura de Weck, deren stücke “Lieblingsmenschen und SumSum bei Diogenes erschienen sind:
Ist ein Theaterstück eine Art Roman in Dialogform?
“Keineswegs. Wer ein Stück schreibt, muss von Anfang an wissen, dass es im Unterschied zu einem Roman kein fertiges Werk ist. Erst die Inszenierung auf der Bühne macht es […]
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Freitag, 12. Februar 2010
Federico Fellini: eintrag ins traumtagebuch
“Wenn ich einen Film mache, lebe ich nicht, ich werde gelebt.” schrieb Federico Fellini in sein traumtagebuch.
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Freitag, 12. Februar 2010
Figuren im Museum
Autorenbrief vom 12. Februar 2010
Liebe Autorinnen und Autoren,
vor einigen Tagen war ich in der Ausstellung “Bestiarium” des amerikanischen Künstlers Walton Ford. Der 1960 geborene Maler überlebensgroßer Tierbilder in der Art zoologischer Darstellungen von John James Audubon ist besessen vom Detail und arbeitet mit akribischem Pinselstrich. Zusätzliche Faszination gewinnen seine Bilder dadurch, dass sie von Berichten […]