Mi 27 Jan 2010
John Fante: vorbild für Charles Bukowski
Geschrieben von gerhild unter Allgemein, Rezensionen
John Fante ht immerwieder seinen beruf als schriftsteller und drehbuchautor zum thema seiner romane gemacht. Charles Bukowski äußerte einmal: “Fante war mein Gott”.
“Ich fing dauernd Romane an und füllte damit die Pausen zwischen Drehbuchaufträgen. Aber das führte zu nichts und scheiterte an einem Mangel an Selbstvertrauen und Disziplin, und ich gab es schließlich mit einem Gefühl der Erleichterung auf.
Drehbuchschreiben war einfacher und brachte mehr Geld , diese eindimensionale Kritzelei, die vom Schreiber nichts weiter verlangt, als dass er seine Figuren in Bewegung hält. Die Formel war immer gleich: kämpfen und bumsen. Wenn das Drehbuch fertig war, gab man es anderen Leuten, die es dann in Fetzen rissen bei dem Versuch, daraus einen Film zu machen. Wenn man sich dagegen an einen Roman machte, war die Verantwortung erschreckend. Man war nicht nur der Schreiber, sondern auch der Held und alle anderen Rollen und außerdem Regisseur, Produzent und Kameramann. Hatte ein Drehbuch keinen Erfolg, konnte man immer vielen anderen Leuten - vom Regisseur abwärts - die Schuld geben. Wenn der Roman durchfiel, war man in seinem Elend allein.”
aus dem roman: Westlich von Rom - soviel ich weiß, ist dieser roman, einer seiner weniger erfolgreichen unterhaltungsromane, heute out of print. es gibt aber etliche seiner starken werke als taschenbücher bei Goldmann und Ullstein