Archive für Juni 2009
Montag, 29. Juni 2009
Franzobel: der Bachmann-Preis und der zufälligkeitsfaktor
Franzobel muss es wissen. er hat mit Die Krautflut 1996 den Bachmann-Preis gewonnen - so wie in diesem jahr Jens Petersen mit seinem Text “Bis dass der Tod”.
“Die Krautflut ist ein Text, der viele Sachen auf einen Punkt bringt - und anscheinend gerade in den Wettbewerb gepasst hat. Ich glaube nicht, dass ich in einem […]
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Montag, 29. Juni 2009
Kevin Mcdonald: beispielhafter journalismus
ist: astreine recherche, ein thema, dass alle interessiert und daraus ein aufmacher für seite 1. artikel und bildmaterial müssen noch so rechtzeitig in der redaktion sein, dass der freigehaltene platz” im gesicht der zeitung damit gefüllt werden kann. und wenn das alles in letzter minute noch klappt, dann hat der zeitungskäufer am morgen die […]
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Sonntag, 28. Juni 2009
Hakan Nesser: landschaften und namen erfinden
der schwedeische bestsellerautor Hakan Nesser war ursprünglich gymnasiallehrer. wenn seine schüler über ihren aufsätzen schwitzten, schrieb er an seinen eigenen texten. inzwischen hat er zwanzig bücher veröffentlicht, wobei er in den Van Deeteren bänden nicht etwa die schwedischen landschaften und namen verewigt sondern sehr niederländisch klingende.
“Die Landschaft in einem Roman ist so wichtig, dass man […]
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Dienstag, 23. Juni 2009
Jonathan Franzen: das verhältnis zu figur
in der Zeit befragt Wolfram Eilenberger in einem ausführlichen gespräch den schriftsteller Jonathan Franzen u.a. auch über die arbeit an seinem neuen roman:
(…) Dann pflegen Sie zu Ihren Romanfiguren also ein eheähnliches Verhältnis?
“Ich benötie lange, um eine Figur zu entwickeln, die ich liebe. Ist es gelungen, will ich dann auch eine gewisse Zeit mit ihr […]
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Dienstag, 23. Juni 2009
Cotterill, Bottini, Disher, Gay, Gerritsen, Kettenbach, Vargas - originelle zutaten beim krimischreiben
der journalist Michael Roesler-Graichen hat im Börsenblatt des deutschen Buchhandels analysiert, welche krimis gute chancen bei deutschen lesern haben und womit sie sich beschäftigen. für noch namenlose autoren kann dies anregend sein. schon der erste satz von Roesler-Graichen zu Colin Cotterils krimi “Dr. Siri sieht Gespenster” (Manhattan) enthält einen hinweis auf grundsätzliche lesererwartungen:
“Der Überdruss, den […]
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Montag, 22. Juni 2009
Judith Hermann: zeit für Alice
Bernadette Conrad spricht mit dere schriftstellerin über ihr neues buch Alice und die zeit, die sie sich dafür genommen hat: “Ich durfte lange mit dem Text allein sein, das war schön und schwierig.”, sagt sie, denn auch für dieses buch hat sie sich fünf jahre zeit genommen
“Schreiben ist so eine Isolationsgeschichte. Man muss immer wieder […]
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Montag, 22. Juni 2009
Adolf Muschg: worte sind abgrund und himmel
“Das Wort ist ein Abgrund, durch den der Redende schreitet. Man soll die Worte sprechen, als seien die Himmel geöffnet in ihnen. Und als wäre es nicht so, dass du das Wort in deinen Mund nimmst, sondern als gingest du in das Wort ein.”
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Dienstag, 16. Juni 2009
Michael Theurillat: im 2. leben autor
erst war der kriminalschriftsteller Michael Theurillat ein hochbezahlter banker. vor jahren ist er “ausgestiegen” und heute hat er bereits drei erfolgreiche kriminalromane veröffentlicht. Regula Fuchs hat den autor interviewt:
Können Sie vom Schreiben leben?
Als Ökonom war mir klar, dass man etwas aufbauen muss, damit es sich langfristig auszahlt. Ich nahm an, dass es drei gute Bücher […]
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Dienstag, 16. Juni 2009
David Lodge: was ein bestseller-autor sein muss
“Werden Sie einmal zum Bestseller-Autor, regt sich Ihr Ego – Sie müssen am Ball bleiben. Und der literarische Bestseller ist heute weniger selten als vor dem letzten Weltkrieg. Deshalb sage ich auch immer, dass Sie als Künstler ans Werk gehen und nach der Veröffentlichung Ihres Romans ein Geschäftsmann sein müssen. Wohlverstanden, wir werden dafür auch […]
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Dienstag, 9. Juni 2009
Wilhelm Genazino: über die erfindung einer prothese
aus seinem essay “Die Drohung im Handgemenge” über die unfähigkeit des schriftstellers Hans Fallada, einen abstand zwischen sich, seinem schreiben und der wirklichkeit zu erhalten:
“Wir können die Wirkung von Wirklichkeit mit der Funktionsweise einer Prothese vergleichen. Beide, der Schriftsteller und der Leser, verwenden eine Prothese, wenn auch nicht dieselbe. Der Schriftsteller baut zwischen sich und […]