Archive für Mai 2009

Dienstag, 26. Mai 2009

Charles Bukowski: einfacher schreibtipp

aus einem brief an Joe Stapen, veröffentlicht in Schreie vom Balkon, 2005 bei Gingko Press:
“… ich schreibe nicht, um irgendwelche Mitmenschen zu retten. Die meisten kann ich nicht einmal ausstehen. Also, ich weiß nicht, was ich Ihnen sagen soll. Ich schreibe Wörter hin und vergesse sie wieder. Jemand fragte mich mal nach meiner Lebensphilosophie, und […]

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Dienstag, 26. Mai 2009

Michelangelo Antonioni: das mysterium der wahrheit hinter dem letzten bild

der feuilletonjournalist Andreas Kilb schrieb in seinem Beitrag “Spiel den unsichtbaren Ball” zum neunzigsten Geburtstag des berühmten filmregisseurs über die verborgene wahrheit im den bildern des films:
“Es sind die Ereignisse und Figuren, die im Laufe seiner Geschichten verlorengehen und deren Abwesenheit die Leerstellen des Geschehens füllt. So füllen auch seine Filme eine Leerstelle, die sonst […]

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Dienstag, 26. Mai 2009

Helmut Krausser: das ich als projekt

“Ich bin ungerecht, jähzornig, eitel, unduldsam, selbstbezogen, arrogant, nachtragend, vorlaut, sicherheitsbedürftig, besserwisserisch, zu wenig hilfsbereit, intolerant und leicht verletzbar - und unternehme nichts dagegen, weil es sich um Eigenschaften handelt, die allesamt der Kunst förderlich sind. Mein Ich ist ein Projekt, kein Mensch.”
aus dem letzten band seiner tagebücher April, erschienen im belleville-Verlag

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Samstag, 23. Mai 2009

John Berger: takt literarisch definiert

“Takt ist vielleicht die erste Gabe der dichterischen Einbildungskraft. Dabei geht es nicht um eine Form der Höflichkeit. Es ist vielmehr ein besonderes Gespür dafür, ob man in einer bestimmten Situation der Wahrheit gerecht wird.”

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Samstag, 23. Mai 2009

Pepe Planitzer: der wert in 3 bildern

“Wenn von einem Film auf Dauer 3 Bilder in Erinnerung bleiben, dann war er es wert, gemacht zu werden.”

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Donnerstag, 14. Mai 2009

Dagmar Dath: zwei schriftsteller-charaktere

Dagmar ist die schwester von Dietmar, dem schriftsteller und sie hat ihre eigenen erfahrungen mit dieser spezies gemacht. wahrscheinlich ist dies jenen schriftsteller-freunden, die sich irgendwann einmal um ein privates verhältnis mit/zu ihr bemühten, auch nicht unbekannt. jedenfalls werden zwei archetypen dieser spezies von ihr wie folgt analysiert:
“Ach, Schriftsteller: außen Dichter, innen Wicht. Durch meinen […]

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Donnerstag, 14. Mai 2009

P.D.James: inspiration zum mord

“Als ich den Schauplatz vor Augen hatte, fing die Geschichte an, sich wie von selbst zu entwickeln. Ich sah sie vor mir, den Chirurgen aus London, der von diesem Haus geträumt hat, seine Mitarbeiter in der Klinik, seine Weggefährten und Konkurrenten, und vor allem die Journalistin, die sich eine Narbe entfernen lassen will, mit der […]

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Dienstag, 12. Mai 2009

Ralf Rothmann: schrifststeller als protagonist

im frühjahr erschien der neue roman von Ralf Rothmann Feuer brennt nicht, in dem er seinen protagonisten bei der entwicklung zum schriftsteller begleitet. er schildert Wolf nicht als einen besonders liebenswerten menschen, wenn der verdacht stimmt, dass jener zumindest teilweise sein alter ego sei. die expliziten sexscenen könnten aber vielleicht schüchterne schreiber ermutigen, falls sie […]

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Freitag, 8. Mai 2009

Eva Menasse: vom zwang zur selbstdarstellung

“In einer Welt, in der Verpackung und Präsentation der Produkte oft schon die Hälfte ihres Wertes darstellen, ist der Dicht ein Zu-Kurz-Gekommener. Ein Buch ist ein Buch; und obwohl sein Verfasser nicht zwangsläufig charismatischer ist als ein kreativer Techniker, der ein beliebtes Duschbad entwickelt hat, erwartet man in seinem Fall doch, dass er sein Produkt […]

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Freitag, 8. Mai 2009

Silvia Henke: das bild einer schriftstellerexistenz

“Noch immer schreiben die einen, um nicht verrückt zu werden, die anderen, um es auszuprobieren; andere schreiben, um geliebt zu werden, und wieder andere, um sich die Welt vom Hals zu schaffen.
Die einen ergreifen einen Brotberuf, die anderen leben von Preisen und Stipendien. Interessant ist darüber hinaus die konsequente, generationenübergreifende Verweigerung eines gesellschaftlichen Auftrags, jeder […]

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