Archive für Januar 2009

Samstag, 31. Januar 2009

Silke Scheuermann: wie ein gedicht arbeitet

“Die Art wie Gedichte arbeiten
ist zufällig
mutwillig
und von gleißend heller Selbstverständlichkeit.”
das vollständige gedicht über die “art” wie gedichte arbeiten ist in ihrem gedichtband “Über Nacht ist es Winter” (Schöffling & Co.) erschienen und hier als leseprobe veröffentlicht: www.lyrikwelt.de
vielleicht eine anregung zur eigenen arbeit - mit der gedichtzeile der woche “Schreibanregung für Übungstexte” auf autoren@autorenhaus-verlag.de?

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Freitag, 30. Januar 2009

Norbert Gstrein: wünscht leserentführung

“Mein vermessener Wunsch ist es, den Leser in eine Art flirrendes Raum-Zeit-Kontinuum zu versetzen und für den Augenblick der Lektüre wenigstens ein vorübergehendes Innehalten der Zeit zu bewirken.”

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Donnerstag, 29. Januar 2009

Roman Bucheli: schriftsteller als wiederholungstäter

so musisch erklären was autoren immer wieder antreibt, prosa undlyrik niederzuschreiben, kann nur einer, der selbst wiederholungstäter ist: Roman Bucheli ist redakteur, essayist und schriftsteller und berufen, den zyklus des schreibens, dessen glück und lohn der verlust ist, zu analysieren:
“Das Glück des Schreibens bliebe unvollkommen ohne sein Gegenteil: das Leiden am Schreiben und das Elend […]

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Mittwoch, 28. Januar 2009

Aharon Appelfeld: schreiben lernen von der bibel

vierzig bücher hat der heute in Jerusalem lebende autor geschrieben, im vorigen jahr wurde Blumen der Finsternis , der neueste, ins deutsche übertragene roman bei Rowohlt veröffentlicht. dem gespräch mit Manfred Papst sind ein paar hinweise über seine arbeit entnommen.
“Die Bibel war meine beste Schule. Sie hat mich gelehrt, sachlich zu sein, einfache Sätze zu […]

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Freitag, 23. Januar 2009

Norbert Gstrein: bange bis zur ersten kritik

sein letzter roman mit dem titel Die Winter im Süden war gerade erschienen, die leseexemplare unterwegs zu den feuilletonredaktionen und der schriftsteller bangte den ersten kritiken entgegen. was half?
“Ich habe noch nie so schnell begonnen, etwas Neues zu schreiben, wie jetzt nach diesen Roman. (…) Ich versuche eine Flucht nach vorn. Das ist sozusagen […]

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Freitag, 23. Januar 2009

Fragen Sie Marcel Reich-Ranicki: “Wo verläuft die Trennlinie …?”

hier die leserfrage von Hans Jürgen Knufinke, Eschborn, in der wöchentlichen kolume des bekannten literaturkritkers M. R.-R. in der FAZ:
“Wo verläuft die Trennlinie zwischen Trivial- und “großer” Literatur? Gibt es das eine oder andere zuverlössige Indiz? Wer entscheidet das eigentlich?”
“Ein zuverlässiges Indiz, das uns erlaubt, die Trennlinie, von der Sie sprechen, zu erkennen, gibt […]

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Donnerstag, 22. Januar 2009

Leonardo Padura: Schriftsteller sind Sklaven

“Wir Schriftsteller kennen keinen Urlaub,” behauptet der kubanische journalist und autor von kriminalromanen.
“Wenistens habe ich seit Jahren keinen mehr gehabt. Das Schreiben ist eine der härtesten Arbeit, die man sich vorstellen kann. Sie versklavt einen. Nie hat man Zeit, auszuruhen. Wenn man nicht schreibt, denkt man nach oder gibt Interviews oder geht auf Lesereise. Oder […]

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Freitag, 16. Januar 2009

Michael Köhlmeier: wie sein roman entstand

im Gespräch mit Michael Maar erzählt Michael Köhlmeier wie sein roman “Abendland” entstand:
“Ich wußte am Anfang nicht, worauf das hinausläuft. Es war ein tändelnder Beginn. Zwei, drei, vier Geschichten, die im Roman erzählt werden, waren irgendwann als in sich geschlossene Erzählung da. Aus ihrer Verknüpfung hat sich so etwas wie ein Romanboden ergeben. Mir schwebte […]

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Donnerstag, 15. Januar 2009

von Hofmannsthal: begegnung mit figuren aus dem schattenreich

“Auf der Bank am Waldrand hatte er sich hineinversetzen können in sein Schattenreich, in die Gesellschaft seiner larvenhaften Figuren, die mehr oder weniger danach drängten, Gestalt, Kontur zu gewinnen, zum Leben gebracht zu werden … Während der Arbeit an dem neuen Stück erschien ihm manchmal die seltsamste Geselschaft; keiner ahnte eigentlich,mit wem man alles beisammen […]

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Mittwoch, 14. Januar 2009

Dietmar Dath: der preis für zuviel öffentlichen platz

“Die Leute denken, sie kennten die Schriftstellerin oder den Schriftsteller genau, weil sie kennen, was an diesen das Menschliche ist: die Mitteilungen an andere. Dann schreiben Lesende den Schreibenden komische Briefe oder setzen sich vor sie hin auf einen Stuhl und unterziehen sie zwei Stunden lang einer absurd demütigenden Siebziger-Jahre-Wohngemeinschafts-Karrierekritik, ohne sich zu überlegen, dass […]

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