Archive für November 2008

Freitag, 21. November 2008

Urs Widmer: der dialekt als korrektiv

hier die antwort des schriftstellers auf die frage von Matthias Zehnder:
“Welche Rolle spielt für Sie der Dialekt?”
“Der Dialekt ist eine Sprechsprache, keine Schreibsprache. Ich habe meine ersten Stücke auf Schweizerdeutsch geschrieben, weil ich mir nicht zutraute, die deutsche Alltagssprache zu beherrschen. Aber die Schreibsprache ist Hochdeutsch. Allerdings ist der Dialekt ein wunderbares Korrektiv, er […]

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Donnerstag, 20. November 2008

Carlos Ruiz Zafón: für den leser nur das beste

der spanische autor schreibt bestseller und bleibt dennoch seinen lesern gegenüber bescheiden. interessant wäre, wieviel tausend seiten er vorher schreiben mußte und wann er damit begonnen hat - bis er millionen leser faszinieren konnte:
“Um zu erreichen, dass sich ein Leser die Zeit nimmt, deine Sachen zu lesen, musst du Tausende Seiten geschrieben haben, die […]

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Mittwoch, 19. November 2008

Urs Widmer: nach der arbeit des autors die arbeit des lesers

im interview mit Matthias Zahnder hat der schweizer schriftsteller die gefühlsarbeit des autors mit der des lesers gleichgesetzt.
“In einem Buch rede ich mit einem einzelnen Leser. Ich habe ein Gespräch mit ihm, das ich bestimme durch den Text. Der Leser macht mit seinen Assoziationen ein eigenes Buch daraus. Nach wie vor hat die Literatur die […]

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Freitag, 7. November 2008

Wladimir Kaminer: leser-selbst-erkenntnis spart den rechtsanwalt: AMEN

der schriftsteller ist auch journalist und schreibt für russische und deutsche zeitungen. er kennt also die problematik aus der nähe:
“Literatur muss das Leben schildern, so wie das Leben ist. Publizistik schildert es so, wie es sein soll. Publizisten müssen vorher fragen, ob es okay ist, etwas zu veröffentlichen. (…)
Das steht auf der letzten Seite von […]

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Freitag, 7. November 2008

Gottfried Benn: wie gedichte entstehen

aus einem vortrag von Gottfried Benn mit dem titel: Probleme der Lyrik oder wie gedichte entstehen:
“Irgend etwas in Ihnen schleudert ein paar Verse heraus oder tastet sich mit ein paar Versen hervor, irgend etwas anderes in Ihnen nimmt dieser Verse sofort in die Hand, legt sie in eine Art Beobachtungsapparat, ein Mikroskop, prüft sie, färbt […]

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Donnerstag, 6. November 2008

Christian Haller: authenzität - wunden wirken

der neue roman des schriftstellers Christian Haller, IM PARK, konnte nur durch eigenes erleben entstehen, das ist dem ausführlichen Artikel von Manfred Pabst, der mit ihm gesprochen hat, zu entnehmen. so gewinnt der roman die überwältigende authenzität, die den leser gefangen hält und erschüttert:
“Es heißt ja, die Zeit heile alle Wunden. Ich halte das für […]

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