Di 20 Mai 2008
Rocko Schamoni: letzte worte
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
wer den namen Rocko Schamoni hört, denkt wahrscheinlich gleich an zwei andere, aus denen er zusammengesetzt scheint: Rocky, den unbekannten italienischen boxer, der die chance seines lebens erhält und an Peter Schamoni, regisseur und filmproduzent.
Rocko Schamoni hat mit beiden nichts zu tun, hieß er doch bei seiner geburt 1966 noch Tobias Albrecht und war das sorgenkind seiner eltern, ein typischer fall von frühreifem ausflippen und multitalent. er spielte in angesagten bands, komponierte und schrieb mit Dorfpunks einren bestseller, der sich hunderttausend mal verkaufte.
im interview mit Thomas David spricht Rocko Schamoni unter anderem von seinen erwartungen nach seinem tod und der nichtigen hoffnung des überlebens seiner bücher:
Rocko Schamoni:
“Es wird vielleicht noch Leute geben, die eines meiner Bücher im Regal ihrer Eltern entdecken und sagen: ‘Das ist aber schön.’ In vierzig Jahren ist es damit dann aber auch vorbei. Elvis wird vielleicht dreihundert Jahre überleben, aber ich maße mir nicht an, auch nur einen einzigen Schritt in der Geschichte zu hinterlassen. Ich bin einer, der gewesen sein wird. Man wird von mir sagen: ‘Den hättest du mal lebend erleben sollen.’ Wenn ich tot bin, verliert meine Gestalt sofort alle Kraft, die sie hat, nämlich die des Leens.”
ist er nun so realistisch oder ist es understatement?