Archive für November 2007
Donnerstag, 22. November 2007
die grundlage von fiction
in seinem roman Elizabeth Costello von J.M. Coetzee äußert sich die romanfigur, eine schriftstellerin, zur frage nach der basis ihres erzählens. rezensenten hatten in diesem roman deutliche übereinstimmung mit den persönlichen ansichten des schriftstellers gefunden.
“Natürlich stützen wir uns immer auf unsere eigenen Leben - sie sind unsere wichtigste, gewissermaßen unsere einzige Quelle.” Aber: “Die Herausforderung ist das Andersartige. […]
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Mittwoch, 21. November 2007
Hartmut Lange: sind wir triebtäter?
eine rhetorische frage, die der schriftsteller Hartmut Lange sich selbst stellt, um sie sich gleich darauf zu beantworten. warum schreibe ich? will ich mit meinem schreiben etwas für mich oder für andere? und was?
“Ist der Schriftsteller nicht ein Triebtäter, der von der Welt, in der er sich befindet, abgelöst bleiben muß? Meine Autonomie ist meine […]
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Montag, 19. November 2007
bis der satz mir ganz gehört
die französische schriftstellerin Véronique Olmi sagt ,wie sie schreibt:
“Ich schreibe schnell, manchmal ein Kapitel am Tag, immer von Hand, in große dicke Hefte.”
und wie sie streicht:
“Kein Satz in meinem Roman soll austauschbar sein, darum feile ich so lange, bis er ganz mein eigener ist und so in keinem Werk eines anderen Autors stehen könnte.”
sie arbeitete […]
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Mittwoch, 14. November 2007
Fred Vargas: schwierige lösung empfohlen
“Der Kriminalroman … beschäftigt sich mit den großen Ängsten, den kollektiven und denen, die man schon als Kind hatte. Im Zentrum des Kriminalromans steht der Mörder - Symbol für das Böse und Dunkle, das wir alle in uns tragen. Und es gibt viele falsche Spuren. Die Lösung aber muß schwierig sein, sonst gibt es keine Katharsis, keine […]
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Dienstag, 13. November 2007
bessere chancen für jugendbuchautoren?
in einem FAZ-interview mit Tilman Spreckelsen beantwortet Cornelia Funke diese für viele autoren interessante frage:
“Ja, natürlich, seit Harry Potter. Einmal, weil Verlage wesentlich höhere Gewinnspannen wittern und daher auch bereit sind, für Kinderücher mehr in Anzeigenwerbung zu investieren. Und Erwachsenen greifen stärker zu Kinder- und Jugendbüchern, weil sie Hunger nach klassisch erzählten Geschichten haben. So […]
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Samstag, 10. November 2007
Katja Lange-Müller ist fürs streichen
der roman Böse Schafe, bei Kiepenheuer & Witsch erschienen, von Katja Lange-Müller hat viele feuilletons in diesem jahr beschäftigt. ein glück für die autorin, denn den weg zur veröffentlichung hat sie sich, wie bei allen ihren büchern, nicht leicht gemacht. Johanna Adorján hat die schriftstellerin gefragt: Besteht ihre Arbeit viel aus: wieder wegstreichen?
“Ich streiche immer […]
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Donnerstag, 8. November 2007
ein künsterleben wie ein klischee
Ludwig Hohl, dessen hauptwerk den titel trägt “Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung” wäre in diesem jahr 103 Jahr alt. wie er seinen tagesablauf schildert klingt noch heute wie das matterhorn aller klischeevorstellung vom künstlerleben:
“Ein paar Stunden Nachtruhe, dann zur Entgiftung von Alkohol große Mengen kalter Milch, Körperübungen und -pflege (..); schreiben bei Kerzenlicht in einer Verfassung […]
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Mittwoch, 7. November 2007
lyrik und prosa: Ich und Ich
der bekannte amerikanische Lyriker Mark Strand erklärt, worin sich der blick des lyrikers von dem des romanschriftstellers unterscheidet:
“Der Fokus des Lyrikers ist ein anderer als der des Romanciers. Er richtet seinen Blick nicht nur auf die äussere Welt, sondern auf die Schnittstelle zwischen innerer und äusserer Welt, an der die Sensibiliät des Dichters auf das […]
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Dienstag, 6. November 2007
“Wenn es nicht mehr wichtig ist”
lautet der titel eines buches von Juan Carlos Onetti, dem er folgendes motto von Mark Twain vorangestellt hat :
“Personen, die versuchen, in dieser Erzählung eine Erklärung zu finden, werden belangt.
Personen, die darin eine Moral finden wollen, werden verbannt.
Personen, die in ihr eine Handlung zu erkennen versuchen, werden erschossen.”
Onetti, der in Uruguay geboren wurde und im exil in Spanien […]
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Montag, 5. November 2007
zur frage des stils
von der schweizer schriftstellerin Elisabeth Binder, erschien in diesem jahr ihr neuer roman Orfeo bei Klett-Cotta. im Interview mit Urs Heinz Aerni beantwortet sie die Frage nach ihrem Schreibstil:
” (…) Wie findet man zu einer sprachlichen Form, die sowohl der eigenen Empfindung als auch dem jeweiligen Stoff entspricht? - Da spielt sicher immer viel verschiedenes mit hinein: Lese-, Schreib- […]