Archive für Oktober 2007

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Francis Ford Coppola: film ist eher lyrik als prosa

Verena Lueken zitiert den sagenhaften Filmregisseur Francis Ford Coppola (kinofans bekannt durch seinen grandiosen mafiaschinken Der Pate):
Sein Rat an junge Filmemacher: immer daran denken, dass das Drehbuch und die Schauspieler das Herz eines Films sind.
Und an die Kameraleute gerichtet: Film hat mehr mit Lyrik zu tun als mit Prosa, deshalb muß es darum gehen, Bildmetaphern zu finden, statt […]

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Dienstag, 30. Oktober 2007

immer wieder mit leeren taschen

Jurek Becker 1988 in einem Interview :
“Immer wenn ich ein neues Buch anfange, und vielleicht fange ich deswegen immer seltener ein neues Buch an, komme ich mir vor wie einer, der von vorne anfangen muß. Nie habe ich beim Schreiben das Gefühl, auf Erfahrungen, Erkenntnisse oder gesicherte Theorien aufbauen zu können. Ich setze mich eigentlich immer […]

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Montag, 29. Oktober 2007

sprachlosigkeit, gefühllosigkeit oder oberflächlichkeit?

“Meine Eltern waren immer für mich da”, verkündet die sympathische stimme eines radiosprechers. - schön, wenn sich eltern normal verhalten, denke ich. es folgt, was seine eltern alles für ihn getan haben “… studium, ausbildung etc”. beeindruckend,  wozu eltern für ihre kinder bereit sind.  “Nun bin ich dran, etwas zu tun”, erklärt die fiktive sohnesstimme: “Ich suche für meine […]

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Freitag, 26. Oktober 2007

Maria Schenkels erfolg: sie läßt ihre leser selber denken

die debütautorin hat mit 45 Jahren ihren ersten roman Tannöd veröffentlicht, nie einen kurs über Kreatives Schreiben besucht und auch vorher keine Zeile veröffentlicht. und sie hat gleich einen zweiten krimi mit dem titel Kalteis nachgelegt. offenbar stimmen die Leser mit ihrer kritischen einstellung zum eigenen text überein: “Die Geschichte muss zuerst mir Spaß machen. Die erste Leserin, der […]

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Donnerstag, 25. Oktober 2007

“Die Recherche ist ein Hund …

beschreibt Michael Köhlmeier in einem Artikel von Felicitas von Lovenberg das Dilemma der Schriftsteller bei der Materialsammlung  ”(…) Für den Schriftsteller kann sie zu einem bissigen Hund werden. Der gibt sich zuerst spiellustig, tut, als ließe er sich abrichten, sorgt für Erfolgserlebnisse bei seinem Herrn, und zuletzt zerfetzt er seine Geschichte.”
der österreichische schriftsteller muß diesen hund […]

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Mittwoch, 24. Oktober 2007

auf eine frage Mr. Ian McEwan …

der britische schrifststeller, dessen hochgelobtes buch Die Abbitte verfilmt wurde, ist zur zeit mit seinem neuen werk Der Strand auf lesereise. in einem interview mit Wiebke Hüster antwortete er auf die frage, was er anderen schriftstellern raten würde:
“Sie sollten keine Angst haben, über Freuden genau so zu schreiben wie über Schmerzen. Es ist schwieriger, aber es geht.   […]

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Dienstag, 23. Oktober 2007

gedichte sind kleine schachteln

von dem japanischen schriftsteller Yasushi Inoue, sind den lesern in Deutschland wahrscheinlich nicht viel mehr als die im Suhrkamp verlag erschienen prosameisterwerke Das Jagdgewehr und Der Tod es Teemeisters bekannt.  aber er hat auch Gedichte geschrieben, die er selbst äußerst bescheiden beurteilt:
“Seit meinen Schuljahren habe ich Gedichte gelesen und gemacht, aber insgesamt nicht sehr viele niedergeschrieben. (…) Beim Wiederlesen […]

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Mittwoch, 17. Oktober 2007

die einsamkeit als basis der gemeinsamkeit

von autor und leser hat Wolfgang Hilbig in seiner dankrede vor fünf jahren zum Georg-Büchner-Preis thematisiert:
(…) der Platz der Literatur ist der Monolog: Es gibt da einen einsamen Schriftsteller, Poeten oder Dichter, der das Verbot des Alleinseins übertritt und seine Gedanken zu Papier bringt. Er mag da wohl an einen Leser denken, aber er kennt den […]

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Dienstag, 16. Oktober 2007

den preis für die leidenschaft

zahlt jeder autor, sagt die österreichische schriftstellerin Sabine Gruber:
“Das Schreiben ist eine Leidenschaft. Man kann sie ebensso wenig begründen wie die Liebe. Sie bricht über einen herein, ist einfach da, und man tut alles, damit sie erhalten bleibt. Intuition allein reicht nicht aus. Einen längeren literarischen Text zu verfassen bedeutet harte Arbeit, Recherche, Durchhaltevermögen, die […]

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Montag, 15. Oktober 2007

Sex & Literaturnobelpreis

das geht nicht zusammen, stellt Peter Richter in der FAZ fest. warum nicht? das möchte ich allen autoren, sollten sie vorhaben, sich selbst einmal um den Literaturnobelpreis zu bewerben, zur warnung zitieren:
“Sex mag ja zu vielem gut sein, für die Reproduktion, für den Kreislauf und für alles mögliche andere. Für die Chancen, einen Literaturnobvelpreis zu bekommen, ist […]

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