natürlich sind sie das nicht als alltagsmenschen, dafür um so mehr als autoren. sie sind en vogue, sie sind interessant, sie sind es wert, dass man einen film nach dem anderen über sie macht. unsere autorin Kirsten Netzow hatte in  ihrem buch Schriftsteller Filme dazu eine titelliste bis 2004  erstellt.  mir sind allein in diesem jahr schon sechs filme über schriftsteller begegenet:

 18.1.07 - Krass - eine mental verstörte poetin, die keinen erfolg hat und ihren alkoholiker-ehemann dafür verantwortlich macht, lebt sich aus.  ihr kleiner sohn erträgt die abwendung der mutter nur durch die entwicklung eigener neurosen - stark autobiografisches drehbuch nach einem roman des sohnes.

8.2.07 - Schräger als Fiktion - schriftstellerin beschließt, ihre hauptfigur sterben zu lassen, aber Harold Crick gibt sich nicht auf und kämpft um sein leben.

8.3.07 - Mitten ins Herz - Ein Song für dich begabte,  nichtprofessionelle songschreiberin und pop-sänger auf dem karriere-abstieg tun sich zusammen und teilen am ende erfolg und liebe.

5.7.07 - Ein Jahr ohne Liebe: HIV-positiver  homosexueller schriftsteller in Buenos Aires klammert sich gierig an alles, was ihm lebenswert scheint: sex, drogen und liebe. das führt ihn zwischen den krankenhausintervallen schließlich in die S/M-Szene.

2.8.07 - Auf Anfang: zwei angehende schriftsteller erleben den alltag des literaturbetriebs - authentische darstellung von autorenproblemen mit allen hochs und tiefs der erfahrungen von Erst-Autoren.

 13.907 Zimmer 1408: ein schriftsteller, der über spukthäuser schreibt, will heimlich eine nacht in einem zimmer verbringen, in dem 12 menschen angeblich selbst-mord begangen haben.  horror garantiert!  denn: wie der film Das geheime Fenster über einen mörderischen schriftsteller, ist auch dieser film nach einer kurzgeschichte von Stephen King entstanden.

sollte ich noch einen in diesem Jahr übersehen haben?